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Maler Langschmidt

Wilhelm Franz Ludwig Langschmidt ist ein Grabower, der 1839
nach Südafrika auswanderte. Er wurde am 10.01.1805 als Sohn eines Getreidehändlers in Grabow geboren.
An dem Beruf eines Kaufmanns, den er in Lübeck erlernte, fand er keinen Gefallen. Auf
Grund seines künstlerischen Talentes wollte er Maler werden und wandte sich mit
einem Bittgesuch an
den Großherzog.
Ein Brief vom 2.11.1826 enthält die "Allerunterthänigste Bitte .... um
Landesherrliche Unterstützung zur Erlernung der Malerkunst".
Friedrich Franz I. lehnt ab mit den Worten,
"indem dergleichen Ausgaben
Wir schon zu viele haben".
Langschmidt gab aber nicht auf. Er nahm Unterricht bei Lenthe in
Ludwigslust und besuchte anschließend die Akademien in Berlin und Dresden. Weitere Bitten an den
Großherzog um Unterstützung wurden
mit der Randbemerkung auf den Akten abgelehnt "Übrigens
sollen die Langschmidts nicht arm sein".
Nachdem auch eine Niederlassung als privater
Zeichenlehrer in Ludwigslust abgelehnt wurde, fasste Langschmidt den Entschluss nach Kapstadt auszuwandern. Vor
seiner Abreise heiratete er 1839 Louise Dorothea Ahrens aus Ludwigslust.
Copyright Klaus-Dieter Gralow,
Bad Kleinen
Langschmidt wohnte anfangs in Kapstadt und machte sich einen Namen als
Porträtmaler.
Eine Reihe seiner Bilder sind heute Teil der William Fehr Sammlung, die
in der Festung in Kapstadt ausgestellt sind.
1856 kaufte Langschmidt eine Farm in der Nähe einer Poststation am
Palmiet River. Hier gründete er eine Stadt mit dem
Namen Grabouw, benannt nach seinem Geburtsort Grabow.


Copyright Klaus-Dieter Gralow, Bad Kleinen
Von Langschmidt stammen auch mehrere
Stadtansichten von Grabow, ein Ölbild im Heimatmuseum und zwei
Zeichnungen in dem Buch von Oscar Kurz über den Großen Brand in Grabow.

Die
Stadtansichten von Grabow wurden 1825 von
Wilhelm Langschmidt nach Zeichnungen von einem gewissen Wolter
angefertigt.
Von dieser Ansicht soll es auch
ein
Ölbild geben, auf dem zusätzlich in
den Vordergrund ein Bürger mit seinem
Sohn eingemalt wurden.
In den Listen der
Volkszählung in Mecklenburg-Schwerin im Jahre 1819 findet man
folgende Angaben über die Familie
Langschmidt in Grabow, die erkennen lassen, dass die Familie Langschmidt wirklich nicht ganz arm war.
| August Wilhelm
Langschmidt |
8.06.1754 |
Skillskör
auf
Seeland
Dänemark,
seit 1766 in Grabow |
Kaufmann, mit Haus,
Acker,
Wiesen, Gärten |
| Dorothea
Elisabeth Langschmidt, geb. Höpcker |
6.09.1774 |
Grabow |
Ehefrau |
| Kinder: |
|
|
|
| Johann Conrad
Carl Langschmidt |
7.04.1793 |
Grabow |
Sohn, Handelsdiener |
| Johann Christian
Jacob Langschmidt |
13.04.1797 |
Grabow |
Sohn, hat den Handel erlernt |
| Christiane Sophia
Maria Eleonore Langschmidt |
17.07.1798 |
Grabow |
Tochter |
| Wilhelmine
Henriette Louisa Langschmidt |
16.07.1799 |
Grabow |
Tochter |
| Catharina Sophia
Langschmidt |
27.05.1802 |
Grabow |
Tochter |
| Ludwig Georg
Albrecht Langschmidt |
5.10.1803 |
Grabow |
Sohn, Schüler in Lübeck |
| Ludwig Franz
Heinrich Wilhelm Langschmidt |
10.01.1803 |
Grabow |
Sohn, Handelsbursche,
ist
in der Lehre in Lübeck |
Wir warten auf einen Film,
den Klaus-Dieter Gralow über den Maler Langschmidt in Afrika dreht!
Literatur:
- Ingrid Möller: Von Mecklenburg nach Kapstadt - die unfreiwillige
Auswanderung des Malers Wilhelm Langschmidt aus
Grabow, Stier und Greif Schwerin 1997, S. 16 -18
- Klaus-Dieter Gralow: Von Mecklenburg nach Kapstadt,
Ostsee-Zeitung 8.06.2010
- Wikipedia
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